Kandern und Sacramento - eine Partnerschaft

Eine Städtepartnerschaft

 

Seite aktualisiert: 09.10.2019


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Der Förderverein Städtepartnerschaft Kandern/Sacramento mit Sitz in Kandern wurde am 19.07.2016 von zwölf engagierten Bürgern aus Kandern und Umgebung als gemeinnütziger Verein gegründet.

Ausgangslage: es gibt zwei geschichtliche Verbindungen zwischen Kandern und Sacramento. Dazu blicken wir als erstes zurück in das Jahr 1803. In diesem Jahr nämlich, am 23. Februar, wurde Johann August Sutter am Papierweg in Kandern geboren, wo er auch aufwuchs (sein Geburtshaus steht noch heute).
Die zweite, und wichtigste Verbindung besteht im »Turnverein«, den deutsche Emigranten 1854 in Sacramento gegründet hatten. Diese waren in der Badischen Revolution im Gefolge von Friedrich Hecker und suchten wie ihr Anführer nach der Niederlage bei Kandern (20. April 1848) Asyl in Übersee. (Details siehe auch unter http://sacramentoturnverein.com/

Zurück zu Johann August Sutter: 1826 heiratete er in Burgdorf (Schweiz) Annette Dübeld, Tochter einer wohlhabenden Witwe und Bürgerin von Burgdorf. Aufgrund des Einflusses seiner Schwiegermutter, erhielt Sutter 1828 die Erlaubnis, in Burgdorf ein Tuch- und Kurzwarengeschäft zu gründen. Doch die Geschäfte liefen nicht erfolgreich und aufgrund seines Scheiterns, und um dem Schuldenturm zu entgehen, entschied sich der 31Jährige am 6. Mai 1834 zur Flucht. Zurück ließ er seine Frau und vier Kinder. Über die Freiberge floh Sutter nach Frankreich. Mit der »Esperance«, ein Schaufelraddampfer, verließ er Le Havre, und am 7. Juli 1834 betrat er die »Neue Welt«, in der er neu beginnen wollte. Johann August Sutter (auch General Sutter oder John Augustus Sutter oder auch Der Kaiser von Kalifornien genannt) ließ sich in Kalifornien (damals noch zu Mexiko gehörend) nieder. 1839 kolonisierte er im Sacramento-Tal ein Gebiet von der Größe des Kantons Basel-Landschaft, der Heimat seines Großvaters, das er vom Gouverneur von Kalifornien, Juan Bautista Alvarado, erhalten hatte und nannte diese Privatkolonie »Neu-Helvetien«.
Auf seinem Land wurde im Januar 1848 Gold gefunden. Dieser Fund beim Sägewerk Sutter’s Mill löste den kalifornischen Goldrausch aus. 1851 kamen seine Frau und drei seiner Kinder nach Amerika.

Vom Goldrausch konnte Sutter selbst mangels einer funktionierenden rechtsstaatlichen Struktur jedoch nicht profitieren. Jahrzehntelang kämpfte er vergeblich für seine Rechte. Sechzehnmal stimmte der Kongress gegen Sutters Entschädigungsanträge. Am 18. Juni 1880 verstarb General John Augustus Sutter in einem Zimmer des »Mades Hotel« in der Nähe des Kapitols, Washington, D.C. Mit ihm verstarb der letzte große Kolonial-Pionier Amerikas. Ein Jahr darauf, am 19. Juni folgte ihm seine Frau Annette im Tode.

siehe auch unter: Geschichte

Zweck des Vereins ist von Anfang an die Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung. Die Vereinsmitglieder machen es sich zur Aufgabe, die bestehende Partnerschaft der Stadt Kandern zu Sacramento zu pflegen und mit Leben zu füllen.

Der Verein organisiert die partnerschaftliche Arbeit, so z.B. gegenseitige Besuchsreisen mit dem Zweck des Austauschs: dazu gehört auch die Förderung des Jugendaustausches, die Förderung von Kunst und Kultur, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe. Ziel dabei ist stets ein besseres Verständnis füreinander durch ein intensiveres gegenseitiges Kennenlernen.

Der Verein ist selbstlos tätig, d.h. er verfolgt keine eigenwirtschaftliche Interessen. Er arbeitet überkonfessionell und ohne parteipolitische Bindung.



12 engagierte Bürger aus Kandern und Umgebung gründeten den Partnerverein Kandern-Sacramento(Kalifornien/USA)


                   

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